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04.12.2006

Kerstin Griese: Gute Nachbarschaft zwischen Christen und Muslimen

Zur heute in Berlin vorgestellten Handreichung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland "Klarheit und gute Nachbarschaft - Christen und Muslime in Deutschland" erklärt die Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Kerstin Griese:

 

Die Handreichung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) weist vorbildlich auf die Gemeinsamkeiten zwischen Christen und Moslems hin. Genauso deutlich wird aber auch auf die Unterschiede zwischen evangelischen Überzeugungen und dem Islam hingewiesen. Die EKD will damit für "Klarheit" sorgen, denn nur auf solch einer Basis kann tatsächlich für ein tragfähiges Zusammenleben in Deutschland gesorgt werden.

 

Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt, dass dieser Dialog bei der EKD einen so hohen und dauerhaften Stellenwert einnimmt. Entscheidend ist, dass interreligiöser Dialog zum Abbau von Vorurteilen und Ängsten beiträgt und somit einen Beitrag zum friedlichen Miteinander in der Gesellschaft bietet. Wichtig ist dabei, dass jeder Dialog auf Augenhöhe geführt werden kann und keine Seite auf einem Wahrheitsanspruch der eigenen Position beharrt.

 

Die unter dem Vorsitz des Justizministers a.D. Jürgen Schmude erarbeitete 128 Seiten starke Schrift ist eine außerordentlich hilfreiche Handreichung für alle, die sich in Politik und Gesellschaft für ein gutes Miteinander engagieren. Äußerst kenntnisreich werden ohne falsche Rücksichtnahmen die Gemeinsamkeit und Differenzen zwischen dem deutschen Protestantismus und der Vielfalt der Islamvorstellungen einer großen Minderheit unseres Landes geschildert und eingeordnet. Dabei werden berechtigte Fragen an den Islam gestellt, unter anderem zu religiös motivierter Gewalt, zur Stellung der Frau, zur Religions- und Meinungsfreiheit und zum säkularen Rechtsstaat.

 

Der Evangelischen Kirche ist viel daran gelegen, dass Christen und Muslime im Namen Gottes Frieden verkünden. Es gibt eine Reihe von Berührungspunkten zwischen dem christlichen und muslimischen Glauben. Jesus wird als Prophet im Islam hoch verehrt, stellt die Handreichung fest. Die Entdeckung von Gemeinsamkeiten sei wertvoll, trotzdem gebe es viele Differenzen. Deswegen könnten bei der Begegnung mit Muslimen kritische Fragen nicht vermieden werden.

 

Während Christen von einer unteilbaren Würde des Menschen ausgehen, gebe es viele traditionelle muslimische Lebensregeln, die den Menschen ungleiche Rechte zusprechen. Die Evangelische Kirche ist sich dabei bewusst, dass auch sie einen langen historischen Weg benötigte, sich kritisch mit ihrer eigenen Tradition auseinanderzusetzen.

 

"Nie wieder dürfen Menschen um ihren Glaubens - oder Unglaubens - willen Intoleranz, Zwang oder Gewalt ausgesetzt werden." Das ist die Schlussfolgerung, die evangelische Christen in Deutschland aus ihren mit Schuld verbundenen Irrwegen der Vergangenheit gezogen haben. Entsprechend sollten sich auch andere Religionsgemeinschaften in die Pflicht nehmen. Uneinsichtigkeit ungerügt zu lassen, entspricht weder unserer Verfassung noch der christlichen Toleranz, heißt es in der Handreichung.

 

Wir unterstützen die Forderung der EKD nach der Einführung eines islamischen Religionsunterrichtes. Der Hinweis, dass es dazu eine legitime muslimische Vertretung geben muss, die keinerlei Zweifel an ihrer Treue zum deutschen Grundgesetz offen lässt, ist wichtig. Insgesamt benötigen die in Deutschland lebenden Musliminnen und Muslime eine deutlich vernehmbare demokratische Stimme.

 

Für die Politik sind Initiativen wie die heutige der EKD zum Dialog der Christen und Muslime eine wichtige Ergänzung politischer Initiativen zur Integration der Gesamtgesellschaft. Die SPD-Bundestagsfraktion wird daher einen offenen und intensiven Dialog nach Kräften unterstützen.

 

Die Aufgabe der Politik geht über die Frage des interreligiösen Dialoges hinaus. Wir arbeiten dafür, die Integration aller Menschen in die Gesellschaft zu erreichen.

 



 
 
 
 
 
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