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04.12.2004

Mit dem am 16. Juni 2004 von Wirtschaft und Bundesregierung unterzeichneten „Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland“ haben sich die Partner verpflichtet, allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen jungen Menschen ein Angebot auf Ausbildung zu unterbreiten. 

Die Schwerpunkte des Paktes sind: 

- Bereitstellung von jährlich 30.000 neuen Ausbildungsplätzen durch die Wirtschaft

- Bereitstellung von jährlich 25.000 Plätzen für betriebliche Einstiegsqualifikationen durch die    Wirtschaft

- Erhöhung der Zahl der Ausbildungsplätze um 20% in der Bundesverwaltung;

Fortsetzung des Bund-Länder-Ausbildungsprogramms Ost mit 14.000 Plätzen;

Fortführung ausbildungsfördernder Maßnahmen mindestens auf dem Niveau des Vorjahres. 

Diese Ziele des Ausbildungspaktes sind im wesentlichen erfüllt. 

Zur Erinnerung: Seit Jahren hatte sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt kontinuierlich verschlechtert. Deshalb haben wir gehandelt. Aufgrund unserer Gesetzesinitiative zur Verabschiedung des Berufsausbildungssicherungsgesetzes haben sich die Spitzenverbände der Wirtschaft erstmals zur Unterzeichnung eines verbindlichen Ausbildungspaktes bewegen lassen. Ein solcher Ausbildungspakt war auch ausdrücklich im Gesetz vorgesehen, weil wir einer freiwilligen Lösung Vorrang geben wollten. 

Eine positive Bilanz des Ausbildungspaktes lässt sich für 2004 bereits aufgrund der jetzt vorliegenden Daten absehen. Wir verfügen über die zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres (Stichtag 30.9.2004) tatsächlich abgeschlossenen Ausbildungsverträge, die von den Arbeitgebern bei den Kammern gemeldet wurden. Darüber hinaus kennen wir das bisherige Ergebnis der seit dem 30.9.2004 laufenden Nachvermittlungsphase auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). 

Für das Jahresende 2004 wird es noch einmal notwendig sein, eine möglichst genaue Bilanz des Ausbildungspaktes zu erstellen. Zu diesem Zweck werden BMBF und BMWA die Kammern (DIHK und ZDH) bitten, bis etwa Mitte/Ende Januar das Ergebnis ihrer Nachvermittlungsaktivitäten zu melden. Damit würden auch die zwischen dem 1.10. und 31.12.2004 nachträglich für das am 1.9. beginnende Ausbildungsjahr geschlossenen Ausbildungsverträge feststehen. Im üblichen Meldeverfahren ist dies nicht vorgesehen, denn die Kammern melden einmal jährlich nur die Zahlen per 30.9., so dass die im letzten Quartal eines Jahres abgeschlossenen Verträge statistisch erst zum 30.9. des Folgejahres erfasst sind. BMBF und BMWA gehen davon aus, dass die Kammern das Ergebnis der Nachvermittlung im eigenen Interesse auch tatsächlich vorlegen. Die weiteren Ergebnisse der Nachvermittlungsphase, also die Zahlen der Einstiegsqualifizierungsplätze und der außerbetrieblichen Plätze, die von der BA geliefert werden, werden ebenfalls Mitte/Ende Januar 2005 vorliegen, so dass dann auf solider Basis eine Bilanz der Nachvermittlungsphase 2004 gezogen werden kann. 
 

Zu den Schwerpunkten des Paktes gehören: 

1. Bereitstellung neuer Ausbildungsplätze

 

Zentraler Bestandteil des Paktes ist die Einwerbung von 30.000 neuen Ausbildungsplätzen pro Jahr. Zum Stichtag 30.09.2004 (Beginn des neuen Ausbildungsjahres) sind nach Angabe des DIHK allein im Bereich der Industrie- und Handelskammern insgesamt  38.000 neue Ausbildungsplätze gemeldet worden. Damit ist das im Ausbildungspakt gesetzte Ziel übertroffen worden. 

Neue Ausbildungsplätze sind aber nicht zusätzliche Ausbildungsplätze, denn neue Plätze heißt: neu geschaffene Ausbildungsplätze in bereits ausbildenden sowie in bisher nicht ausbildenden Betrieben ohne Berücksichtigung der infolge Insolvenz oder anderen Gründen weggefallenen Ausbildungsplätze.
 

Aber: Im neuen Ausbildungsjahr wurden gegenüber dem Vorjahr im IHK- und Handwerksbereich rund 15.500 zusätzliche Ausbildungsverträge abgeschlossen, das sind 2,5% mehr als im Vorjahr.  

 

2. Einstiegsqualifizierung für Jugendliche
 

Mit der Einstiegsqualifizierung, über deren erfolgreiche Durchführung die Kammern ein Zertifikat erstellen, wurde ein neues Instrument entwickelt, mit dem Betriebe Jugendlichen eine Einstiegschance geben. Bei gegenseitigem Interesse ist der Übergang in eine Ausbildung oder Beschäftigung möglich. Betrieben bietet sich die Chance, jungen Nachwuchs besser kennen und einschätzen zu können. Jugendliche, die aus individuellen Gründen nur eingeschränkte Vermittlungsperspektiven besitzen, bekommen die Möglichkeit, in einem sechs- bis zwölfmonatigen Praktikum zu zeigen, was in ihnen steckt, wobei die Qualifizierung auf die Dauer einer späteren Berufsausbildung angerechnet werden kann.
 

Die von der Wirtschaft im Pakt zugesagte Bereitstellung von insgesamt 25.000 Plätzen für betrieblich durchgeführte Einstiegsqualifikationen ist in vollem Gange. Bis Ende November wurden bei den Kammern rund 29.500 besetzbare Plätze gemeldet. Davon sind 22.800 Einstiegsqualifizierungs-Angebote bei den Arbeitsagenturen registriert. Bis Ende November haben die Betriebe mit rund 5.500 Jugendlichen Verträge über Einstiegsqualifizierungen geschlossen. Diese geringe Zahl von Vermittlungen ist nicht überraschend, denn das Programm ist erst im Oktober angelaufen, und es wird subsidiär für diejenigen Jugendlichen eingesetzt, für die Vermittlungsbemühungen in betriebliche Ausbildungsplätze erfolglos waren. Da die Besetzung der Plätze – wie geplant – zur Zeit im vollen Gange ist, werden hier in einem Monat deutlich höhere Zahlen zu verzeichnen sein.
 
 

Sobald fundierte Erfahrungen mit der Einstiegsqualifizierung vorliegen, wird zu prüfen sein, ob und in wie weit dieses neue Instrument mit den im Berufsbildungsgesetz (§§ 50 ff.) vorgesehenen Maßnahmen der Berufsausbildungsvorbereitung, deren Zielgruppe ebenfalls lernbeeinträchtigte oder sozial benachteiligte Jugendliche sind, zusammengeführt werden kann. 

3. Außerbetriebliche Ausbildungsplätze 

Im Ausbildungspakt ist vereinbart worden, dass die ausbildungsfördernden Maßnahmen der BA mindestens auf gleicher Höhe wie im Jahre 2003 fortgesetzt werden. Dies gilt insbesondere auch für berufsvorbereitende Maßnahmen. 

Die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen ist gegenüber dem Vorjahr mit einem Minus von 2.700 Plätzen leicht zurückgegangen (November 2003:  76.500, November 2004: 73.800). Es wird davon ausgegangen, dass sich dieses Minus bis zum Jahresende halbieren wird. 

Demgegenüber hat die BA ihr Engagement bei den berufsvorbereitenden Maßnahmen deutlich erhöht, denn im Vergleich zum Vorjahr werden bis zum Jahresende rund 7.000  zusätzliche Plätze besetzt werden können. Angesichts der unterschiedlichen Zielgruppen für außerbetriebliche Ausbildungen und berufsvorbereitende Maßnahmen kann dieses Ergebnis allerdings nur sehr eingeschränkt als Überkompensation bewertet werden.
  
 

4. Lehrstellenlücke 

Die Lehrstellenlücke bzw. deren Reduzierung ist nicht Gegenstand des Ausbildungspaktes. Gleichwohl kann aus der Entwicklung der Lehrstellenlücke abgeleitet werden, ob der Pakt erfolgreich ist.

 

Nach der Statistik der BA standen zum 30.09.2004 einer Zahl von 44.600 unvermittelten Bewerbern nur rund 13.400 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber. Somit war eine rechnerische Lehrstellenlücke von 31.200 festzustellen. Diese Situation hat sich seit Beginn der Nachvermittlungsphase am 1.10. erheblich verbessert: Ende November gab es 23.500 unvermittelte Bewerber und 6.000 unbesetzte Ausbildungsplätze und damit eine Lehrstellenlücke von 17.500. Dies bedeutet eine Reduzierung der Lehrstellenlücke um 44% gegenüber Ende September. Im selben Zweimonatszeitraum des Vorjahres wurde die Lücke lediglich um 24,5% abgebaut. 

 

Dieses positive Bild ist eindeutig auf den Ausbildungspakt und die darin vereinbarten Nachvermittlungsaktivitäten zurückzuführen. In der seit September laufenden flächendeckenden Nachvermittlungsphase tauschen Kammern und Agenturen für Arbeit die Daten der bis dahin unvermittelten Jugendlichen aus und laden sie gemeinsam zu einem Bewerbungsgespräch ein. Die zu dem Gespräch erschienenen Jugendlichen erhalten dann auf Basis eines Kompetenzchecks ein Angebot für einen Ausbildungsplatz in der dualen Ausbildung, für eine betriebliche Einstiegsqualifizierung oder für eine andere adäquate Qualifizierung. Jugendliche, die nicht mitwirken, insbesondere an den entsprechenden Terminen auf zweimalige Einladung nicht teilnehmen, gehören nach individueller Prüfung nicht mehr zum Kreis der Bewerber und gelten damit nicht mehr als unversorgt. Sobald sie sich aber wieder melden, werden sie sofort wieder in diese Statistik aufgenommen. 

 

Bundesweit sind jetzt Ende November 23.500 Jugendliche noch unvermittelt; im November 2003 waren es 21.300 Jugendliche. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass 2004 rund 20.000 Ausbildungssuchende mehr als im Vorjahr gemeldet waren. 

Vor allem durch die noch zu besetzenden Plätze bei den Einstiegsqualifizierungen sowie mit den berufsvorbereitenden Maßnahmen – nach Angaben der BA sind noch ca. 7.000 Plätze in berufsvorbereitenden Maßnahmen nach SGB III einsetzbar – wird es voraussichtlich gelingen, allen 23.500 noch nicht vermittelten Jugendlichen ein Qualifizierungsangebot zu unterbreiten.
  

5. Maßnahmen der Bundesregierung 

Die Bundesregierung hat ihre im Ausbildungspakt gemachte Zusage, die Zahl der Ausbildungsplätze in der Bundesverwaltung im Jahr 2004 um rund 20% zu erhöhen, eingehalten. Darüber hinaus hat der Bund seinen Einfluss gegenüber der mittelbaren Bundesverwaltung geltend gemacht, um deren Ausbildungsleistung ebenfalls zu erhöhen. Die BA stellt 2004 zusätzlich 900 Ausbildungsplätze zur Verfügung, das entspricht einer Steigerung der Ausbildungskapazität um 40% zum Vorjahr. 

Die Fortführung des Bund-Länder-Ausbildungsprogramms Ost mit 14.000 Plätzen ist gesichert (Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung am 15.07.2004) und im Haushalt 2005 berücksichtigt.
 

Mit dem Programm STARegio des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden regionale Initiativen zur Verbesserung der Ausbildungsstrukturen und zur Erhöhung des betrieblichen Ausbildungsplatzangebotes in Problemregionen gefördert. Die für das Programm bis 2007 vorgesehenen Mittel in Höhe von 25 Mio. ¤ wurden auf 37 Mio. ¤ erhöht, so dass die im Pakt vereinbarte Steigerung von 50% umgesetzt werden kann.



 
 
 
 
 
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