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29.01.2007
Lothar Mark zur Reform des Bildungssystems in Bolivien
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Boliviens Staatspräsident Evo Morales hat am Dienstag vergangener Woche sein Kabinett umgebildet und dabei sieben Ministerposten neu besetzt. Unter den neu besetzten Ministerämtern ist auch das des Bildungsministers Félix Patzi Paco, der von Víctor Cáceres ersetzt wird, jedoch weiterhin im Regierungsdienst verbleibt.

Patzi hatte im Rahmen der geplanten Bildungsreform unter anderem mit seiner Ankündigung für Aufregung gesorgt, den Religionsunterricht zu Gunsten von Sprachkursen in den indigenen Sprachen Aymara, Quetchua und Guaraní streichen zu wollen. Die Reform des bolivianischen Bildungssystems, das in seiner derzeitigen Form erst im Jahr 1994 mit dem Ziel einer edukativen Gleichstellung aller Ethnien und Kulturen eingeführt wurde, war das wichtigste Projekt des ehemaligen Ministers.

Die Vielfältigkeit der ethnischen Kulturen und ihre Integration in das Bildungssystem stellen seither eine große Herausforderung dar. So ist das erklärte Ziel der angestrebten Reform den Analphabetismus zu bekämpfen und das Bildungsangebot auf eine einheitlichere, breitere Grundlage zu stellen. Neben der Einführung einer indigenen Sprache wie auch einer Fremdsprache als Pflichtfach, ist unter anderem die Vereinheitlichung der Lehrpläne vorgesehen.

Damit betrifft die vorgesehene Bildungsreform ganz besonders die Zukunft der deutschen Auslandsschulen in Bolivien. Lothar Mark, Lateinamerikabeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion dazu: „Die von der Bundesrepublik geförderten Deutschen Schulen, deren Schüler etwa zu 90 % bolivianische Kinder und Jugendliche sind, leisten einen wichtigen Beitrag zum bolivianischen Erziehungssystem. Sie bieten neben dem bolivianischen auch das deutsche Abitur an, für das jedoch ein intensives Erlernen der deutschen Sprache und an den deutschen Anforderungen ausgerichtete Curricula erforderlich sind. Durch die geplante Vereinheitlichung ist allerdings die unabhängige Tätigkeit und Struktur der deutschen Schulen gefährdet, da für ihre speziellen Lehrpläne kein Platz mehr besteht“.

Das deutsche Abitur ist in dem Sinne von Bedeutung, als dass es den bolivianischen Schülerinnen und Schülern die Voraussetzung für einen direkten Zugang zu deutschen Universitäten ermöglicht. Dies stellt für die bolivianischen Absolventinnen und Absolventen eine große Chance dar, einen angemessenen beruflichen Weg einzuschlagen. Bei seiner Lateinamerikareise traf Mark mit Bildungsminister Patzi zusammen, der ihm zusicherte, dass die deutschen Auslandsschulen erhalten bleiben und im Rahmen der Bildungsreform weiter unterrichten können.

„Die Bemühungen der Regierung um eine Reform des Bildungssystems sind grundsätzlich zu unterstützen, da sie das Ziel haben, allen Bürgern einheitlichen und gleichberechtigten Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Gleichzeitig hoffe ich, dass die Zusicherung von Minister Patzi, der Bedeutung der deutschen Schulen Rechnung zu tragen und ihren wichtigen Platz im bolivianischen Bildungssystem zu erhalten, auch von dem neuen Bildungsminister Cáceres für bedeutsam erachtet wird“, so Mark. „Es ist wichtig, dass deutsche Schulen ihren Beitrag zum bolivianischen Erziehungssystem und zu kulturellem Austausch und Verständigung leisten können“.  



 

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