Bei den Präsidentschaftswahlen in Argentinien hat die Ehefrau des amtierenden Staatschefs Nestor Kirchner, Cristina Fernández de Kirchner, erwartungsgemäß bereits im ersten Wahlgang den Sieg errungen. Nach bisherigen Ergebnissen entfielen etwa 43,6 Prozent der Stimmen der mehr als 27 Millionen Wahlberechtigten auf Kirchner. Ihre stärkste Konkurrentin, die christlich-liberale Kandidatin Elisa Carrió, erhielt als Zweitplatzierte 21,32 Prozent der Stimmen noch vor dem früheren Wirtschaftminister Roberto Lavagna, der auf 18,62 Prozent kam. Außer dem Staatsoberhaupt wurde bei den Wahlen auch über das Amt des Vizepräsidenten sowie die Hälfte der Abgeordneten und einem Drittel der Senatorinnen und Senatoren neu entschieden.
Der Lateinamerikabeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion Lothar Mark: „Ich freue mich über den Sieg von Cristina Fernández de Kirchner und möchte im Namen der SPD-Bundestagsfraktion zur ihrer Wahl gratulieren. Das gute und eindeutige Wahlergebnis bereits im ersten Durchgang zeigt die breite Unterstützung der argentinischen Bevölkerung für eine Fortführung und Weiterentwicklung der Politik von Präsident Nestor Kirchner“.
Die 54-jährige peronistische Senatorin war bereits als Favoritin ins Rennen gegangen und ließ ihre 13 Mitbewerber weit hinter sich. Ihre überwiegend aus ärmeren Bevölkerungsschichten stammenden Wähler hoffen nun auf eine Fortsetzung der Politik ihres Mannes. Weite Bevölkerungsschichten Argentiniens haben aller guten Wirtschaftdaten zum Trotz weiterhin mit schwierigen Lebensbedingungen nach der katastrophalen Wirtschaftskrise im Jahr 2001 zu kämpfen. Die Siegerin betonte am Wahlabend daher auch die besonderen Verpflichtungen und die große Verantwortung, die der Wahlsieg verleihe.
„Die neue Präsidentin wird auch weiterhin vor großen Herausforderungen, nicht nur im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, stehen. Ich bin zuversichtlich, dass es Argentinien gelingt, sich nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre weiter zu konsolidieren, vor allem im Interesse der Menschen, die immer noch unter den Folgen der Staatskrise im Jahr 2001 leiden“, so Lothar Mark.
Mark weiter: „Die ausgezeichneten Beziehungen zwischen Argentinien und Deutschland werden sicherlich auch unter Präsidentin Kirchner weiter ausgebaut werden. Ich würde mich daher freuen, wenn sich vor diesem und vor dem Hintergrund der Fortführung der Gespräche Argentiniens über die Schuldenregulierungen auf internationaler Ebene auch für die noch bestehenden Forderungen deutscher Kleinanleger eine positive Lösung finden würde“.
Cristina Fernández de Kirchner übernimmt am 10. Dezember des Jahres das Präsidentenamt von Ihrem Ehemann Nestor Kirchner und wird damit die erste gewählte Präsidentin des Landes.
Lesen Sie hier den Briefwechsel zwischen Lothar Mark und der Botschaft der Republik Argentinien.
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