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10.11.2005
Lothar Mark und die Mannheimer Symmetrie - Fast hundert Interessierte folgten der Einladung von Lothar Mark zum Kulturspaziergang durch die J- und K-Qudrate
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Auch Lothar Mark staunte über die unglaubliche Resonanz des Kulturspaziergangs


Traditionell bei jedem Wetter, aber diesmal bei Sonnenschein begleiteten über neunzig Mannheimer Bürgerinnen und Bürger den Bundestagsabgeordneten Lothar Mark auf seinem Kulturspaziergang durch die J- und K-Quadrate in der Innenstadt. Am Treffpunkt vor dem Verwaltungsgebäude der Bürgerdienste in K 7 erklärte Mark den Anwesenden eine "Mannheimer Besonderheit", die viele nicht kennen: die Mannheimer Symmetrie. Das Verwaltungsgebäude ist in ähnlicher Weise gebaut, wie die Konkordienkirche, das Stadthaus und das alte Rathaus. Eine kubische Form mit einem Turm in der Mitte, flankiert von zwei Lagerhäusern. Die Besonderheit in K 7 ist, dass ein vorhandenes Fachwerkgebäude von 1908 in den Neubau integriert wurde.

In der Johannes-Kepler Schule konnten sich die Anwesenden ein Bild davon machen, wie sinnvoll ihre Steuergelder in Mannheim investiert werden. "Mannheim ist eine Schulstadt mit über hundert Schulen", so Mark, "die sehr viel Geld in den Schulsektor investiert." Mehrere Millionen Euro flossen allein in die Sanierung der Johannes-Kepler-Schule. Barbara Schmid, die Leiterin der Grund- und Hauptschule zeigte mit Stolz die Schul-Mensa, die zwangsläufig zum Ganztagsschulbetrieb gehört, der im Jahr 2000 aufgenommen wurde. Manfred Winkenbach, Lehrer an dieser Schule, hat historisch wertvolle Funde im Keller des Schulgebäudes entdeckt. In der Zeit des Nazi-Regimes wurden ausländische Zwangsarbeiter in den Kellerräumen der alten Schule interniert. Inschriften in polnischer und tschechischer Sprache wurden im Rahmen von Sanierungsarbeiten an den Kellergemäuern gefunden. "Sie sagen viel über das Leid der Menschen aus, die dort untergebracht wurden", so Winkenbach. Ein Zeitreihe-Plakat von verschiedenen Kindern und Jugendlichen entworfen, zeigt eindrucksvoll, wie die Lehrer und Lehrerinnen der Schule die Schüler und Schülerinnen an die Entstehungsgeschichte ihres Schulgebäudes heran führten.

"Josie Roßteutscher ist die Seele und Mutter der Begegnungsstätte Westliche Unterstadt", begrüßte Mark die wichtigste Person der nächsten Station in J6, "sie begründete vor über zwanzig Jahren die Begegnungsstätte mit und ist dort heute immer noch ehrenamtlich aktiv." Zunächst durch eine Bürgerinitiative, dann getragen durch einen Verein, konnte das Quadrat J6 mit seinem heute denkmalgeschützten Gebäude als Kontaktanlaufstelle für alle Bürger und Bürgerinnen und insbesondere von den Jugendlichen der Umgebung genutzt werden. Im Erdgeschoß befindet sich das "legendäre" Café Filsbach, in dem kein Konsumzwang vorherrscht. "Sein Name soll an den Bach erinnern, der einst durch die Westliche Unterstadt floss und an dem die Hütemacher ihre Hüte filzten", so Silvia Nast-Kolb, die Leiterin der Begegnungsstätte. Der Begegnungsstätte liegt ein ganzheitlich orientiertes Konzept mit dem Ziel der nachhaltigen Verbesserung von Lebensbedingungen zu Grunde. Von Kindergärten über eine Kreativ-Werkstatt hin zu Proberäumen für Bands wird in ihr viel Kultur im sozialen Rahmen geboten.

In J5/j4 traf die Gruppe auf Rainer Frischmann, stellvertretender kaufmännischer Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit. "Das ZI beschäftigt über 800 Mitarbeiter", so Frischmann, der das Mannheimer Zentralinstitut den Kulturspaziergängerinnen und -spaziergängern gerne als das erfolgreichste Forschungsinstitut in Baden-Württemberg und als eines der erfolgreichsten in ganz Europa vorstellte. Klinische- und Grundlagenforschung seien die beiden Forschungsgebiete des Zentralinstituts, dazu gehören beispielsweise die Untersuchungsschwerpunkte biologische Psychiatrie, Suchtverhalten, Schizophrenie und Depressionen. Bei der Frage nach der Finanzierung betonte Frischmann gegenüber dem Bundestagsabgeordneten Mark dankbar, dass der Bund es gewesen sei, der in den vergangenen Jahren dem Zentralinstitut die größten Mittel für Forschung zur Verfügung stellte, aber auch das Land Baden-Württemberg und die Stadt Mannheim unterstützten des Zentralinstitut nachhaltig.

An einem unscheinbaren und alten Gebäude in K 4,2 machte der Sozialdemokrat Mark zum Erstaunen der Gruppe halt. "Hier ist Hermann Müller aufgewachsen", so Mark. Müller war 1920 und von 1928-1930 sozialdemokratischer Reichskanzler in der Weimarer Republik. Mark äußerte die Hoffnung, dass an diesem Gebäude eine Gedenktafel für Hermann Müller möglichst bald angebracht werde.




Die Gruppe vor dem Wohnhaus des früheren Reichskanzlers Hermann Müller (rechts), das Gebäude links ist denkmalgeschützt.


Die letzte Stunde führten Stadthistoriker Volker Keller und Mark die Gruppe zum denkmalgeschützten Gebäude in J 4, 6, zur ehemaligen jüdischen Schule (1936-1939) in K 2,6 sowie zu den Stationen Bernhardushof, ehemaliges Neckartor und Kundenzentrum K1.

Mannheim, 10.11.2005



 

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